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Hoffnung statt Angst

Adventsgottesdienst der Mitternachtsmission

DORTMUND – Angst ist kein adventliches Motiv. Dennoch war sie Predigtthema im traditionellen Adventsgottesdienst der Mitternachtsmission in der Stadtkirche St. Petri. „Wenn wir über unsere Arbeit berichten, werden wir oft nach der Angst vor Zuhältern oder Menschenhändlern gefragt“, so Andrea Hitzke, Leiterin der Dortmunder Mitternachtsmission in ihrer Predigt.

Ja, gesteht sie, natürlich hätte sie und auch die Mitarbeiterinnen Angst, wenn sie in bedrohliche Situationen geraten. Und oft genug würden sie mit den Ängsten ihrer Klientinnen konfrontiert: die Angst, dass deren Doppelleben aufgedeckt wird und dass sie von der Gesellschaft ausgestoßen werden. Aber auch die Angst der Opfer von Menschenhändlern, dass ihnen oder ihrer Familie Gewalt angetan wird. „Prostituierte werden immer noch diskriminiert“, so Hitzke. Und die Mitternachtsmission befürchtet, dass deren Benachteiligung oder gar Kriminalisierung noch zunehmen könnte. Oft genug sei es deshalb schwierig, das Vertrauen der Klientinnen zu gewinnen. Dazu bräuchte man einen langen Atem und das ganze Team der Mitternachtsmission, das gemeinsam der Angst begegnen könne. Dann seien Erfolge möglich. „Frauen, die verletzt und hoffnungslos zu uns kommen, wandeln sich in wenigen Wochen in optimistische, sogar frohe Menschen, die eine Zukunft für sich und ihre Kinder erkennen.“

So wie wir alle bräuchten die Frauen jemanden, dem sie sich anvertrauen können. Das könne man bei der Mitternachtsmission getrost tun „und offen über Sorgen und Ängste sprechen“, so Felix Krämer vom Rotary Club Dortmund Westentor. Mit einem deutlichen Hinweis auf die Kollekte am Ausgang betonte er auch: „Das erforder viel Zeit und braucht auch Geld.“

„Unser Kopf kann es nicht fassen“, so Andrea Auras-Reiffen, Ständig stellvertretende Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, „wenn Frauen uns erzählen was ihnen in der Heimat oder auf der Flucht angetan wurde.“ Zusammen mit ihnen, mit Millionen Menschen auf der Welt, würden wir uns „nach einem Hoffnungsschimmer, nach einem Zeichen der Veränderung sehnen“. Manche würden ihre Hoffnung auf einen „starken Mann“ setzen. „Wir nicht; wir sehnen uns nach einem Gott, der uns frei macht.“

Hannah Schmidt (Orgel) und Tim Gruber (Trompete) begleiteten den Gottesdienst musikalisch. Im Anschluss hatte die Mitternachtsmission zum Adventskaffee und Gesprächen in der Kirche eingeladen.

ubi

Foto: Stephan Schütze

Ihren traditionellen Adventsgottesdienst feierte die Mitternachtsmission am 2. Advent in der Stadtkirche St. Petri.

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